Newsletter April 2025


1. Steuer-Update zur PV-Anlage

Die Leistungsgrenze bei Alt-PV-Anlagen für die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 72 EStG betrug bei Einfamilienhäusern und nicht zu Wohnzwecken genutzten Objekten 30 kW (peak). Bei sonstigen Gebäuden betrug sie 15 kW (peak) je Nutzungseinheit.

Für Neu-PV-Anlagen ab dem 01.01.2025 gilt:

  • 30 kW (peak) je Wohn- und Gewerbeeinheit unabhängig von der Gebäudeart
  • Gilt auch für Altanlagen, die 2025 erweitert werden
  • Gesamtfreigrenze: 100 kW (peak) pro Steuerpflichtigem

Nachweis: Die Maßgeblichkeit richtet sich nach der Bruttoleistung im Marktstammdatenregister (MaStR). Bei Zusammenfassung mehrerer Anlagen zählt die wirtschaftliche Einheitlichkeit.

Beispiel: Vier Einfamilienhäuser mit je 25 kW (peak) PV-Anlagen gelten steuerlich als vier Einheiten mit Steuerbefreiung, selbst wenn im MaStR eine Gesamterfassung vorliegt.

Gebäudebegriff: Laut Bund-Länder-Beschluss genügen vier Wände und ein Dach (Verkehrsanschauung).

Direktvermarktung: Stromverkauf an Mieter durch Vermieter ist bei Erfüllung der Voraussetzungen steuerfrei.

2. Verfassungsmäßigkeit des Solidaritätszuschlags

Am 26.03.2025 hat das Bundesverfassungsgericht die Erhebung des Solidaritätszuschlags bestätigt.

Freigrenzen ab 2025:

  • Alleinstehende: Einkommensteuer bis 19.950 € (ca. 89.000 € brutto)
  • Zusammenveranlagte: bis 39.900 € (ca. 178.000 € brutto)

Oberhalb der Freigrenze gibt es eine Milderungszone bis ca. 131.000 € (Alleinstehende), danach gilt der volle Satz von 5,5 %.

Kapitalerträge: Auch auf Kapitalerträge werden 5,5 % Soli auf die 25% Abgeltungsteuer erhoben.

3. Abgabefristen der Steuererklärungen

Ab dem Veranlagungszeitraum 2025 gelten wieder die regulären Abgabefristen.

Bei verspäteter Abgabe drohen Zuschläge sowie Zinsen.

VeranlagungszeitraumAbgabetermin mit SteuerberaterVerspätungszuschlag fällig abErstattungs-/Verzugszinsen fällig ab
202302.06.202503.06.202501.07.2025
202430.04.202601.05.202601.06.2026
202501.03.202702.03.202701.04.2027
202629.02.202801.03.202801.04.2028

*Fällt das Fristende auf ein Wochenende oder Feiertag, verschiebt sich die Frist automatisch auf den nächsten Werktag.

Hinweis: Reichen Sie Ihre Unterlagen rechtzeitig ein, um Verspätungszuschläge und Zinsen zu vermeiden.