Seit dem Ablauf der Übergangsfrist am 01.01.2019 müssen Arbeitgeber für jeden Arbeitsplatz eine anlassunabhängige Gefährdungsbeurteilung durchführen.

Um den Arbeitsschutz zu verbessern, müssen Arbeitgeber seit dem Ablauf der Übergangsfrist am 01.01.2019 für jeden Arbeitsplatz eine anlassunabhängige Gefährdungsbeurteilung  – also egal, wer dort arbeitet und ob eine Mitarbeiterin schwanger ist –  vornehmen. Jeder Arbeitsplatz soll daraufhin überprüft werden, ob hier besondere Schutzbedürfnisse für schwangere oder stillende Frauen bestehen. Für gleichartige Arbeitsplätze muss nur eine Beurteilung verfasst werden.
Zusätzlich sind vertiefte Gefährdungsbeurteilungen für den individuellen Arbeitsplatz der betreffenden Mitarbeiterin vorschrieben. Bislang galt das nur für Arbeitsplätze, an denen mit möglicherweise belastenden chemischen, biologischen oder physikalischen Stoffen gearbeitet wird. Bis die Gefährdungsbeurteilung erfolgt ist, sollen schwangere Frauen nicht mehr arbeiten müssen.
Die Gefährdungsverurteilungen sollten dokumentiert werden. Wer nicht nachweisen kann, dass die Gefährdungsbeurteilung stattgefunden hat, riskiert ein Bußgeld von 5.000 – 30.000 EUR.

Der Arbeitgeber ist laut § 27 MuSchG verpflichtet, die zuständige Aufsichtsbehörde über eine ihm gemeldete Schwangerschaft zu informieren. Entsprechende Formulare können auf der Internetseite des Gewerbeaufsichtsamts der Regierung von Mittelfranken heruntergeladen werden: https://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt7/formulare/formulare_info.htm

Anschließend muss der Arbeitsplatz für die werdende oder stillende Mutter so eingerichtet werden, dass keine Gefährdungen für die Gesundheit bestehen. Grundlage dafür sind die Maßnahmen, die in der schwangerschaftsspezifischen Gefährdungsbeurteilung festgelegt wurden.

 

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