FeierAbend mit Lorenz & Kollegen am Freitag, den 28.10.2016 in der Kulturfabrik Roth

Einen besonderen Feierabend genossen die rund 450 Besucher am Freitagabend in der vollbesetzten Kulturfabrik Roth. Die Steuerberatungsgesellschaft Lorenz & Kollegen hatte Mandanten und weitere Gäste zum mittlerweile zwölften „FeierAbend“ eingeladen, bei dem Information und Unterhaltung geboten wurden.

Nach der Begrüßung hielt Steuerberater Leonhard Bauer von der Niederlassung eine ausführliche Laudatio auf die Firmenmitbegründerin Irene Kanis, die nach fast 24 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in der Kanzlei in den Ruhestand tritt. Besonders hervorgehoben wurden ihre Verdienste um den weiteren Ausbau des Unternehmens, das heute Geschäftsstellen in Roth, Weißenburg, Allersberg und Schwabach unterhält, in denen rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Ausgezeichnete Fachkenntnisse, Mitgefühl für die Mitarbeiter, Menschlichkeit und Kollegialität seien weitere ihrer Eigenschaften. Dabei habe sie sich auch nicht gescheut, auf Unbequemes hinzuweisen.

Gerührt bedankte sich Irene Kanis für die lobenden Worte. Ihr Dank galt aber auch ihrer Familie und den Mitarbeitern, die sie, wie sie augenzwinkernd sagte „gefunden und erzogen“ habe. Ihnen allen sprach sie das  größte fränkische Lob aus: „Passt scho!“

Zum Thema „Vom Zeitmanagement zur Zeitintelligenz“ hielt Zach Davis in geschliffener Sprache ein informatives und zugleich unterhaltsames Referat. Der gebürtige Amerikaner ist im Jahre 2011 zum „Certified Speaking Professional“ ausgezeichnet worden und machte diesem Prädikat alle Ehre. Er begann mit einem Erlebnis auf der Herrentoilette. Beim Herrn neben ihm klingelte das Handy. Mit der einen Hand bediente er das Gerät, mit der anderen holte er sein Notizbuch aus der Tasche, so dass er drei Geschäfte gleichzeitig erledigte. Da stellte sich die Frage: „Für wen willst du erreichbar sein?“

Wie man effizienter arbeiten kann, stellte Davis nun an mehreren Modellen vor. Da gibt es zunächst „SMMS“, im Klartext: Stunde mit mir selbst. Man solle diese Zeit so behandeln, als ob man gerade einen Termin mit einer anderen Person habe, sich also nicht stören lassen. Vor einem Telefonanruf solle man sich die Besprechungspunkte notieren. Wie oft soll man seine E-Mails abrufen? Das müsse jeder selber entscheiden, aber man solle die Hinweise auf E-Mails deaktivieren. Große Brocken, also umfangreiche Aufgaben, würden oftmals als „zeitlich flexibel“ erscheinen, weil man sie hinausschieben kann. Man sollte aber bei Arbeitsbeginn zunächst einmal mit wenigstens einem dieser Brocken beginnen und sich nicht mit kleinen Dingen verzetteln. Uns dann gibt es den „Säger“, der erfolglos mit stumpfer Säge arbeitet, weil er sich nicht die Zeit zum Schärfen nimmt, sprich zum Vorbereiten, Planen und Akkus aufladen. Das Wort „deadline“ bedeutet eigentlich „Todeslinie“. Ob man einmal fragen sollte, bis zu welcher Todeslinie eine Arbeit fertig sein solle? Die Ordnung auf dem Schreibtisch ist sicher ein allgegenwärtiges Thema. Was man die letzten sechs Monate nicht angeschaut habe, solle hinterfragt werden. Alles müsse seinen festen Platz haben, wie etwa die Gabeln im Besteckkasten. Aber in seinem Haushalt mit vier Kindern, so gestand Davis, sei das oft Theorie. Überhaupt rede man ja heute Abend nur über Menschen, die nicht da sind. Am Schmunzeln vieler Zuhörer ließ sich erkennen, dass sie sich im Dargestellten selber erkannten. Bei Telefonaten, so weiter, würden Vorabinformationen gute Dienste leisten, etwa: „Ich habe nur fünf Minuten Zeit!“ Manche Menschen könnten sehr lange reden, ohne ein Thema zu haben. Man müsse auch Nein! sagen können, aber dabei möglichst eine Alternative aufzeigen. Schlimm seien die Meinungsumfragen, bei denen man nur mit Ja oder Nein antworten könne: „Sie wollen doch Ihr Geld vermehren?“ Die Antwort: „Ja, aber mein Konto ist schon voll!“, erzeuge Schweigen am anderen Ende der Leitung. Man solle Schnellschüsse vermeiden und immer erst eine sinnvolle Frage stellen. Am PC sei der Einsatz von Tastenkürzeln als Missbrauch der Rechtschreibkorrektur sinnvoll, so dass aus „sgh“ automatisch „Sehr geehrter Herr“ wird. Angesichts der menschlichen Gehirngröße, etwa so groß wie zwei aneinanderlegte Fäuste, sei Multitasking nicht sehr sinnvoll. Besser, man konzentriere sich auf eine einzige Aufgabe.

Auch wenn man manches nicht erreichen könne, so diene doch die Geschichte von dem Kolibri als Beispiel, der mit einem Tropfen Wasser im Schnabel im brennenden Wald umherfliegt. Auf sein Tun angesprochen, antwortete er: „Ich leiste meinen Beitrag“.

Zach Davis ist auch Autor des Buches „Vom Zeitmanagement zur Zeitintelligenz“. Unter diesem Namen gibt es im Internet weitere Informationen.

Der zweite Teil des Abends galt der Unterhaltung. Mit 32 Mitwirkenden war die Schautanzgruppe der Karnevalsgesellschaft Ellingen angereist. Aber es gab keinen Gardetanz, sondern eine für Auge und Ohr gekonnt  inszenierte Interpretation des Musicals „Die Schöne und das Biest“, das von einem eitlen Prinzen handelt, der die Rose einer armen Bettlerin schroff zurückweist. Die Alte verwandelt sich daraufhin in ein hübsches Mädchen, aber es ist zu spät. Zur Strafe für seinen Stolz wird der Prinz in ein Biest verwandelt. Nur durch die Liebe eines Mädchens kann der Fluch rückgängig gemacht werden. Schließlich verlieben sich die schöne Belle und der entstellte Maurice ineinander. Das passt dem eifersüchtigen Gaston nicht und er ersticht das Biest, das sich wieder in den schönen Prinzen zurückverwandelt. Auch die Bediensteten erhalten wieder ihr ehemaliges Aussehen. Die zumeist im Playbackverfahren in exakter Synchronisation dargebotenen Texte wurden durch das live gesungene Duett von Belle und Maurice zusätzlich bereichert.  Zur perfekten Choreografie gesellten sich die prächtigen, selber gefertigten fantasievollen Kostüme der Darsteller, die nach neunmonatigem Training mit dieser Aufführung glänzten und mit verdientem, langem Applaus bedacht wurden. (Text: Manfred Klier)

Bilder der Veranstaltung:

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